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Lebenslange Haft in italienischem Mordprozess gefordert

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Lebenslange Haft in italienischem Mordprozess gefordert

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In einem aufsehenerregenden Mordverfahren in Italien hat die Staatsanwaltschaft für die beiden Angeklagten lebenslange Haftstrafen gefordert. Eine amerikanische Stundentin und ihr italienischer ehemaliger Freund sind angeklagt, eine britische Kommilitonin brutal getötet zu haben. Sie war vor zwei Jahren in der mittelitalienischen Stadt Perugia tot aufgefunden worden – in der Wohnung, die sie sich mit der mutmaßlichen Mörderin teilte. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wurde die Britin während eines Sexspiels getötet. Der angeklagte Italiener soll sie festgehalten haben, die Amerikanerin soll sie schliesslich mit einem Messer getötet haben.

T Dass die Staatsanwaltschaft lebenslänglich fordern würde, habe er erwartet, sagte der Verteidiger Liciano Ghirga, aber nicht die zusätzliche Forderung der Isolationshaft: Darin komme eine sehr starkes moralisches Urteil zum Ausdruck, wie es für andere Verfahren typisch sei, etwa gegen die großen Mafia-Organisationen. An der Ermordung der Amerikanerin Meredith Kercher war ein zweiter Mann beteiligt, ein Afrikaner, der sich für ein Schnellverfahren entschied und schon im vergangenen Jahr zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde. Das Urteil im laufenden Verfahren wird Anfang Dezember erwartet