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Rückt Entdeckung des Urknalls näher?

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Rückt Entdeckung des Urknalls näher?

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Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt am Europäischen Kernforschungszentrum CERN läuft wieder. In der Nacht zum Samstag sind erstmals wieder Protonenstrahlen in den 27 Kilometer langen Tunnel geschickt worden. Wegen Reparaturarbeiten lag der Beschleuniger 14 Monate still. Mit der drei Milliarden Euro teuren Anlage an der deutsch-französischen Grenze wollen die Wissenschaftler der Erkenntnis über den Urknall so nahe kommen wie nie zuvor. Mike Lammont vom Kernforschungszentrum erklärt: “Die Magnete der Maschine funktionieren, die Blende arbeitet und nichts behindert den Durchfluss in der Leitung. Das sind ermutigende Signale und ein bemerkenswerter Fortschritt.”

Der “Large Hadron Colider” LHC war am 10. September letzten Jahres in Betrieb gegangen. Neun Tage später war Schluss. Eine Panne legte das Kühlsystem im unterirdischen Beschleuniger lahm. Der LHC arbeitet mit einer Betriebstemperatur von Minus 271 Grad Celsius und ist der stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt. Lichtschnelle Atomkerne prallen darin aufeinander. Damit werden Bedingungen wie kurz nach dem Urknall simuliert.