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Bergkarabach: Alijew droht mit Militärschlag

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Bergkarabach: Alijew droht mit Militärschlag

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Gut ein Jahr nach der beschlossenen Lösung des Konflikts um Berg-Karabach droht diesem eine neue Eskalation. Der Präsident Aserbaidschans drohte Armenien mit einem Militärschlag, sollten heutige Verhandlungen in München keine Ergebnisse bringen. Die bergige Region ist unter den Nachbarn seit bald 100 Jahren umstritten.

Ilham Alijew, Aserbaidschans Präsident, ist auch besorgt wegen des diplomatischen Friedens seiner Schutzmacht Türkei mit dem gemeinsamen Erzfeind Armenien. Ende das Treffen nun ohne Ergebnis, so Alijew erneut, sei die Geduld Aserbaidschans am Ende, dann gebe es keine andere als eine militärische Lösung. Nicht umsonst habe er zuletzt die Armee aufgerüsten lassen. Berg-Karabach, nach dem russischen auch Nagorny-Karabach, liegt im muslimisch geprägten Aserbaidschan, ist heute aber mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt. Nach dem Ende der Sowjetunion hatten Truppen der damaligen armenische Minderheit mit Armeniens Hilfe das Gebiet besetzt und hunderttausender Aserbaidschaner vertrieben. Die internationale Vermittlungsmission sieht unter anderem ein Referendum vor, dass über den künftigen Status Berg-Karabachs entscheiden soll.