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Erneut US-Soldaten in Afghanistan getötet

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Erneut US-Soldaten in Afghanistan getötet

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Seit gestern sind in Afghanistan vier amerikanische Soldaten getötet worden. Drei von ihnen kamen ums Leben, als Sprengfallen explodierten. Ein Soldat wurde von Aufständischen bei einem Angriff erschossen.

Damit sind dieses Jahr in Afghanistan fast dreihundert amerikanische Soldaten gefallen, nach Angaben der Internetseite www.icasualties.org, die das gezielt verfolgt. Noch einmal fast zweihundert weitere tote Soldaten stammten aus anderen Ländern. Damit ist es für die ausländischen Truppen schon jetzt das tödlichste Jahr seit Kriegsbeginn 2001: Das ganze letzte Jahr über starben knapp dreihundert Soldaten – insgesamt. Wie es angesichts solcher Zahlen und Entwicklungen in Afghanistan weitergehen soll, ist offen. Innerhalb der nächsten Wochen will Amerikas Präsident entscheiden, ob zum Beispiel noch einmal mehr Soldaten dorthin geschickt werden. Bisher sind sich seine Berater uneins. Heute nacht findet dazu die nächste Beratung im engsten Kreis statt. Zunächst ist klar, dass die USA den Kampf gegen den Rauschgiftanbau verstärken. Fast vierzig Millionen Dollar fließen in diesen Kampf, umgerechnet gut 25 Millionen Euro. Dieses Geld zahlen die USA an die afghanischen Provinzen (27 von 34), die das Geschäft mit Opium unterbunden oder erheblich eingeschränkt haben. Afghanistan ist mit weitem Abstand der weltgrößte Lieferant von Opium. Inzwischen wird in der Zentralregierung in Kabul gegen zwei Minister wegen Veruntreuung ermittelt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Näheres ist unbekannt. Wegen der weitverbreiteten Korruption steht Afghanistans Regierung unter Druck seitens der westlichen Geberländer.