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EU bereitet sich auf Weltklimagipfel vor

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EU bereitet sich auf Weltklimagipfel vor

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Nicht nur die Demonstranten vor dem EU-Ratsgebäude haben konkrete Finanzzusagen für den Klimaschutz in den Entwicklungsländern gefordert. Auch der Leiter des UNO-Klimasekretariats Yvo de Boer forderte dies von den EU-Umweltministern, die zwei Wochen vor dem Beginn der Kopenhagener Klimakonferenz in Brüssel abschließend über eine gemeinsame Verhandlungsposition berieten.

“Es sind nur noch 13 Tage bis zum Klimagipfel. Ich habe keinerlei Zweifel, dass er gelingt. Es müssen noch schwirige Probleme gelöst werden, aber ich glaube, daß wir das schaffen, dass die EU eine entscheidende Rolle spielen wird und den Grad des Ehrgeizes in Kopenhagen bestimmen wird”, erklärte de Boer. In Kopenhagen soll eine Nachfolgeregelung für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Angestrebt wird eine politische Erklärung, die 2010 zu einem völkerrechtlich bindenden Vertrag ausgebaut werden soll. Denn die Vorverhandlungen sind festgefahren. Die USA wollen keine verbindlichen Ziele für die Verminderung ihrer CO2-Emissionen. Die Schwellenländer, angeführt von China und Indien, wollen keine Reduktionsziele, die ihr Wirtschaftswachstum beeinträchtigen und die Industrienationen wollen die Beihilfen für den Klimaschutz in den Entwicklungsländern möglichst gering halten.