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Schreckensherrschaft der Roten Khmer

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Schreckensherrschaft der Roten Khmer

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Vier Jahre lang tobte Ende der siebziger Jahre der Schrecken der Roten Khmer. Während ihrer Herrschaft wollten sie eine neue Gesellschaft aufbauen, in Form eines Bauernstaates, unter ihrem Anführer Pol Pot – der sich seinerseits verlassen konnte auf Helfer wie Duch.

Die Roten Khmer verfolgten jeden, der eine Schulbildung hatte, und zwangen die Menschen aus der Stadt zu schwerer Arbeit auf das Land – oder in das berüchtigte Lager 21. Hier, in einer ehemaligen Schule mitten in der Hauptstadt Phnom Penh, fanden Tausende Menschen den Tod – Männer ebenso wie Frauen und Kinder. Um hierher zu kommen, reichte es schon, eine Brille zu tragen, die den Machthabern als äußerliches Anzeichen eines verhassten Intellektuellen galt. Duchs Prozess ist der erste vor dem Sondertribunal, das die Gräuel von damals aufarbeiten soll. Weitere Anführer des damaligen Regimes sehen ihrer Verhandlung entgegen. Ihr oberster Anführer wird jedoch nicht mehr vor Gericht kommen: Pol Pot, der Hauptverantwortliche für zwei Millionen Tote unter seinen Mitbürgern, starb schon 1998, unter ungeklärten Umständen.