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Großbritannien sucht die Wahrheit im Irak

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Großbritannien sucht die Wahrheit im Irak

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Noch immer erregt in Großbritannien Tony Blairs Entscheidung zusammen mit den USA im Irak einzumarschieren die Gemüter. Zwei offizielle Untersuchengen haben nach Ansicht der Kritiker wenig Licht in die Hintergründe gebracht, jetzt hat ein weiterer Untersuchungsausschuß in London mit seinen Anhörungen begonnen.

Sein Vorsitzender, Sir John Chilcot betonte, bei der Untersuchung handele es sich nicht um ein Gerichtsverfahren: “Wir sind kein Gericht, kein Untersuchungsausschuss, keine förmliche Ermittlungsbehörde und unser Vorgehen wird das zeigen. Niemand ist hier angeklagt. Wir befinden nicht über Schuld oder Unschuld, das können nur Gerichte. Aber ich verspreche, dass wir uns nicht scheuen werden, in unserem Abschlußbericht Kritik zu äußern, sei es an Institutionen, an Prozessen oder an Personen, wenn das wirklich gerechtfertigt ist”, versicherte Sir John. Weil der Ausschuß Akteneinsicht besitzt, wird es für die Zeugen diesmal schwerer, ausweichend zu antworten. Auch Iraker hoffen auf die Wahrheit: “Was sie im Irak gemacht haben, machen sie jetzt in Afghanistan. Deshalb sollte der Ausschuß mehr tunen. er sollte jene nennen, die das britische Volk belogen haben, denn viel Blut, britisches, amerikanisches, irakisches wurde wegen dieser Lügen vergossen”, forderte Sabah Jawad von den “Irakischen Demokraten gegen die Besatzung”.