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Licht und Schatten in UNO-Aidsbericht

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Licht und Schatten in UNO-Aidsbericht

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Rund 33 Millionen Menschen leben auf der Welt, die sich mit dem Aidserreger infiziert haben. Diese Zahl nennt der neue Weltaidsbericht der Vereinten Nationen.

Positiv hebt dieser Bericht hervor, dass sich weniger Menschen neu anstecken. Die Zahl sank innerhalb von acht Jahren um 17 Prozent. Die UNO-Aidsbehörde hält es für möglich, dass sich die Ausbreitung der Krankheit stabilisiert hat. Trotzdem hat die Gesamtzahl der Infizierten zugenommen – dem Bericht zufolge aber, weil viele Betroffene dank neuer Medikamente heutzutage länger leben. Innerhalb von fünf Jahren habe man das Ausmaß der Programme zur Behandlung verzehnfacht, sagt Michel Sidibé, der Leiter der Behörde. Die Sterblichkeit sei gesunken, um 18 Prozent. Aids kann nicht geheilt werden, aber behandelt – daher auch die gestiegenen Überlebenschancen. Die UNO verweist aber darauf, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen weltweit keinen Zugang zu diesen Medikamenten hat. Neue Infektionen gibt es fast nur in Entwicklungsländern: Dort sind auch fast alle Aidstoten zu beklagen.