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22 Monate Haft für Robin Hood


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22 Monate Haft für Robin Hood

In einer Bankfiliale in der Umgebung von Bonn hat der moderne Robin Hood gearbeitet. Als Filialleiterin. Damit Kunden, die stets ihr Konto überzogen, nicht der Geldhahn abgedreht wurde, buchte sie das Geld reicherer Kunden auf die überzogenen Konten um. Nachdem die interne Bonitätsprüfung vorbei war, überwies sie das Geld wieder zurück.

“Sie hat das aus purem Mitleid gemacht. Es gibt kein Eigeninteresse in diesem Zusammenhang. Das ist also hinlänglich von der Bank bzw. auch von den Ermittlungsbehörden geprüft worden”, berichtet ihr Anwalt Thoma Ohm. Das Amtsgericht Bonn verurteilte die 62-jährige wegen Untreue in 117 Fällen zu 22 Monaten Haft auf Bewährung. Weil sie anderen half und sich selbst nicht bereicherte, muss sie nicht in Gefängnis. In der Bevölkerung hat man Verständnis für das Urteil: “Als erstes habe ich gedacht, dass ist ja ein moderner Robin Hood. Aber, man kann es einfach nicht machen. Selbst wenn man den guten Zweck nimmt, aber es geht einfach nicht”, meint ein Mann. “Ja, auf den ersten Blick scheint’s ja ganz edel zu sein, aber ich meine, letztendlich war es Geld, das ihr nicht gehörte und über das sie so nicht verfügen durfte”, findet eine Passantin. Aufgeflogen ist Robin Hood, weil einige seiner Schützlinge so tief in den roten Zahlen steckten das das Zurückbuchen nicht klappte.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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