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Roman Polanski kommt gegen Kaution frei

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Roman Polanski kommt gegen Kaution frei

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Roman Polanski soll aus der Schweizer Auslieferungshaft freikommen. Das entschied das Bundesstrafgericht in Bellinzona, das damit der Beschwerde des 76-jährigen Filmregisseurs nachkam.

Polanski muss aber viereinhalb Millionen Franken Kaution stellen, umgerechnet drei Millionen Euro. Außerdem wird er in seinem Schweizer Ferienhaus in Gstaad unter Hausarrest gestellt und muss dort den Auslieferungsentscheid abwarten. Zur Überwachung bekommt er eine elektronische Fußfessel; zusätzlich muss er seine Pässe abgeben. Polanski, der sonst in Frankreich lebt, wurde vor zwei Monaten bei einem Besuch in der Schweiz festgenommen. Grundlage ist ein amerikanischer Haftbefehl. In den USA muss sich Polanski verantworten, weil er 1977 eine Minderjährige vergewaltigt haben soll. Vor einem Urteil floh er damals. Das Bundesstrafgericht teilte nun mit, die Fluchtgefahr sei zwar weiterhin hoch, aber mit den Auflagen nach menschlichem Ermessen gebannt. Das Bundesamt für Justiz hat inzwischen darauf verzichtet, noch nach Lausanne vor das Bundesgericht zu ziehen. Damit ist der Entscheid über die Freilassung rechtskräftig.