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China verrkündet CO2-Ziel

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China verrkündet CO2-Ziel

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China hat am Donnerstag erstmals eigene konkrete Ziele zur Verminderung von Kohlendioxidemissionen angekündigt. Um den Aufholprozess Chinas gegenüber den entwickelten Staaten nicht abzuwürgen, koppelt die Volksrepublik ihre Reduktionsziele an das Bruttoinlandsprodukt.

So will China die pro Einheit des BIP generierten CO2-Emissionen bis 2020 um bis zu 45 % senken. Gestern hatten auch die USA erstmals verbindliche CO2-Ziele angekündigt. US-Präsident Barack Obama will diese Ziele, deren Verbindlichkeit erst noch vom Kongreß festgelegt werden muß, persönlich auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen vorstellen. Beide Staaten legen als Ausgangspunkt jedoch das Jahr 2005 zugrunde und nicht wie die Europäer 1990. Daher sind diese Zielwerte weit weniger ambitioniert. Vielerorts haben Naturkatastrophen zugenommen. In in weiten Teilen Brasiliens zum Beispiel herrscht eine ungewöhnliche Dürre. Greenpeace befürchtet, dass sich Amazonien in eine Savanne verwandeln könnte: “Steigende Temperaturen werden einen deutlichen Einfluss auf den Regenwald im Amazonas und die Artenvielfalt haben. Einige Wissenschaftler glauben sogar, dass große Teile des Regenwalds im Amazonasbecken verschwinden werden”, erklärte Greenpeace-Aktivist Andre Muggiati. In Manaus beraten die Amazonas-Anrainerstaaten über eine gemeinsame Position für den UN-Klimagipfel in Kopenhagen. Zu dem Treffen werden neben Brasiliens Präsident Lula da Silva, unter anderen auch Venezuelas Staatschef Hugo Chávez und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erwartet. Frankreich besitz mit Guyana ein Überseedepartement, das in Amazonien liegt. Ein Sprecher der brasilianischen Regierung betonte, er erwarte eine “starke Botschaft” aus Manaus.