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Kritik an US-Klimazielen

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Kritik an US-Klimazielen

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US-Präsident Barack Obama hat bekanntgegeben, persönlich zum UN-Klimagipfel nach Kopenhagen zu reisen.

Doch seine Vorschläge halten Umweltexperten für längst nicht weitgehend genug. Die USA wollen sich verpflichten, bis 2020 ihren Ausstoß an Treibhausgasen um 17 Prozent unter das Niveau von 2005 zu senken, bis 2025 um 30 Prozent. Auch die Vereinten Nationen betonten die Dringlichkeit einer Übereinkunft: “Es gibt keine Plan B für Kopenhagen, nur den Plan A: und der Plan A steht fürs Handeln. Unwetter außerhalb der Regenzeiten in Asien und Südamerika, sowie lange Dürren in Afrika fügen den Menschen in der 3.Welt schon jetzt große Schäden zu.” So zum Beispiel in Brasilien: Nach Überschwemmungen herrscht dort momentan in weiten Teilen des Landes eine ungewöhnliche Dürreperiode. Greenpeace beklagt, die Amazonas-Region werde sich in eine Savanne verwandeln: “Steigende Temperaturen werden einen deutlichen Einfluss auf den Amazonas-Regenwald haben. Einige Wissenschaftler glauben sogar, dass große Teile des Amazonas als Regenwald verschwinden werden.” Und so beraten die Amazonas-Anrainerstaaten in Manaus auch über eine gemeinsame Position für den UN-Klimagipfel in Kopenhagen, um ihrer Sicht der Lage dort mehr Gewicht zu verleihen. Zu dem Treffen werden neben Brasiliens Präsident Lula da Silva, unter anderen auch Venezuelas Staatschef Hugo Chávez und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erwartet. Ein Sprecher der brasilianischen Regierung betonte, er erwarte eine “starke Botschaft” aus Manaus.