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Schneiderhahn geht

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Die deutsche Regierung hat nach Bekanntwerden eines geheimen Berichts zu dem umstrittenen Luftangriff vom September in Afghanistan personelle Konsequenzen gezogen. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, werde auf eigenen Wunsch ausscheiden, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Bundestag. Außerdem werde Staatssekretär Peter Wichert gehen.

“Selbstverständlich werden wir die Berichte auswerten”, so Guttenberg, “und natürlich werden wir sie den Fraktionen im Bundestag vorlegen. Das verstehe ich unter Transparenz. Wir werden sie außerdem der Generalbundesanwaltschaft zur Ansicht vorlegen.” Der Luftangriff auf zwei von den Taliban entführte Tank-Lastwagen war von einem deutschen Oberst befohlen worden.

Nach einer Untersuchung der NATO sind bei dem Angriff bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter auch Zivilisten. Die oppositionellen Sozialdemokraten wollen wegen der Informationspannen beim Luftangriff in Afghanistan unverzüglich einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss einsetzen.