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USA wollen auf Landminen nicht verzichten

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USA wollen auf Landminen nicht verzichten

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Die USA werden das internationale Abkommen zum Verbot von Landminen vorerst nicht unterzeichnen.

Eine Prüfung der bisherigen Politik habe ergeben, dass die USA ihren Verteidigungsanforderungen und Sicherheitsverpflichtungen ohne die Waffen nicht nachkommen könnten – so die amerikanische Regierung: “Wir waren nicht in der Lage die Ottawa-Konvention zu unterschreiben, als sie erstmals 1997 unterzeichnet wurde, da es spezielle militärische Umstände gibt, unter denen der Einsatz von Landminen ein legitimes Mittel sein können.” – so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Am Sonntag wird in Kolumbien eine Konferenz stattfinden, auf der bewertet werden soll, welche Fortschritte durch die Ottawa-Konvention bisher erzielt wurden.Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge gibt es noch deutlichen Nachbesserungsbedarf:“China allein, glauben wir, hat mehr als 100 Millionen Minen gelagert, Russland über 20 Millionen. Die USA haben etwa 10 Millionen. Pakistan, 4-5, Indien auch 4 Millionen oder so. Aus diesen fünf Ländern stammt die große Mehrheit der Minen da draußen.” Neben den USA sind auch Staaten wie China, Russland und Indien dem Vertrag bislang nicht beigetreten. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind in mehr als 80 Ländern der Welt Menschen von Minen und Streumunition im Boden bedroht. Weltweit müssen rund 500 000 Minen-Opfer versorgt werden.