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Frankreich und Russland beschließen "Modernisierungspartnerschaft"

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Frankreich und Russland beschließen "Modernisierungspartnerschaft"

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Frankreich und Russland haben in Rambouillet bei Paris eine “Modernisierungspartschaft” geschlossen. Sie ermöglicht Russland erstmals den Handel mit CO2-Krediten nach dem Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz. Außerdem vereinbarten Frankreichs Regierungschef Francois Fillon und sein russischer Kollege Wladimir Putin, dass die französische Energiewirtschaft mehr Zugang zu russischen Energiequellen und Gasleitungen nach Westeuropa erhält. Fortschritte gab es auch in der Autoindustrie: Putin hob die Investition von Renault in das Lada-Werk Togliatti hervor. Damit könnten die Franzosen ihren Anteil von gut 25 Prozent an AvtoVAZ halten. AvtoVAZ benötigt nach dem Zusammenbruch des russischen Automarktes eine Kapitalerhöhung um 1,3 Milliarden Euro. Renault stelle 300 Millionen Euro in Form moderner Technik bereit. Für Verärgerung im Westen – und vor allem im Baltikum – sorgt allerdings, dass Frankreich als erstes NATO-Land Russland bei der Aufrüstung helfen will. Fünf hochmoderne Hubschrauberträger der Mistral-Klasse will Paris an Moskau liefern. Die “Mistral” ist derzeit in St. Petersburg, wo sie von russischen Experten ausgiebig begutachtet wird.