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Schuldenkrise belastet Finanzmärkte

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Schuldenkrise belastet Finanzmärkte

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Die Schuldenkrise in Dubai lastet auf den Finanzmärkten. Die Nachricht von den massiven Problemen des Emirates hatte die Finanzwelt am Donnerstag unvorbereitet getroffen. Insgesamt soll Dubai Schulden von rund 60 Milliarden Dollar aufgehäuft haben. Hauptgrund für die Zahlungsschwierigkeiten ist der Niedergang des Immobiliensektors.

Kamel Wazne von der Amerikanischen Universität Dubai sagte: “Dubai tut jetzt das, was alle anderen auch getan haben. Es ist eine klassische Situationn nach Keynes, in schwierigen Zeiten macht der Staat Schulden. Dubai muss sein Defizit mit Staatsanleihen finanzieren.” Gestern hatte Wall Street wegen des Feiertages geschlossen, die US- Aktienmärkte reagierten daher heute mit Verlusten, die aber nur begrenzt ausfielen. Die europäischen Börsen hingegen schienen heute den Schreck bereits zu großen Teilen verdaut zu haben. Robert Halver von der Baader Bank sagte dazu: “Die Angst ist groß, dass bei Autofirmen die Araber aussteigen könnten, dass die Baufirmen weniger Aufträge bekommen oder nicht bezahlt werden oder, dass die Banken zu viele Kredite gegeben haben. Aber ich gehe davon aus, wir haben so viele Probleme im letzten Jahr gemeistert, dass man die Probleme auch meistern wird.” Zahlreiche europäische Banken gaben an, nicht von der Zahlungsunfähigkeit des Enmirats betroffen zu sein. Das beruhigte Investoren. Europäische Bankentitel gehörten daher zu den Gewinnern des Handelstages. Die Nachrichten aus Dubai hatten auch Auswirkungen auf den Ölpreis, weil sich Investoren aus Angst vor einer Krise zurückzogen: Der Preis für ein Barrel sank im Tagesverlauf auf wenig mehr als 74 Dollar, das sind rund 4 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis erholte sich jedoch wieder im Handelsverlauf. Der Goldpreis fiel zwischenzeitlich, konnte sich jedoch wieder auf 1180 Dollar pro Feinunze stabilisieren. Staatsanleihen hingegen erfreuten sich regen Zuspruchs.