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"Ufo-Hacker" wird ausgeliefert

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"Ufo-Hacker" wird ausgeliefert

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Die britische Regierung will die Auslieferung des Hackers Gary McKinnon an die USA nicht verhindern. McKinnon war vor sieben Jahren auf US-Gesuch verhaftet worden; erst Anfang Oktober hatte das oberste britische Gericht die Auslieferung des Computer-Spezialisten verfügt.

Die Ankläger in den USA werfen McKinnon vor, kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in insgesamt 97 Netzwerke eingedrungen zu sein, darunter das Pentagon, die US-Streitkräfte und die NASA. Gesamtrechnung der angerichteten Schäden: fast eine Millionen Dollar. McKinnon hatte als Tatmotiv angegeben, er habe lediglich nach Spuren und Beweisen außerirdischen Lebens suchen wollen. Seine Anwälte hatten trotz der Gerichtsentscheidung auf eine Intervention der Regierung gehofft. Nun aber sagte Innenminister Alan Johnson, die britische Regierung könne und wolle sich der Auslieferung nicht widersetzen. In den USA droht dem 43-Jährigen eine Gefängnisstrafe von 70 Jahren.