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Barroso stellt neue EU-Kommission vor

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Barroso stellt neue EU-Kommission vor

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Die neue EU-Kommission steht, auch wenn vor den Kommissaren noch Anhörungen im Europaparlament liegen und die Kommission dort bestätigt werden muss. Günther Oettinger aus Deutschland wird zum Beispiel für Energie zuständig sein, der Österreicher Johannes Hahn für die Regionalpolitik.

Benannt wurden die Kommissare von ihren Heimatländern, ihre konkreten Posten haben sie jetzt vom Kommissionschef bekommen. Zu seinen Entscheidungen sagt José Manuel Barroso, er habe versucht, die Ressorts nach Kompetenz und Neigung zu verteilen. Das Kollegium, das man jetzt für fünf Jahre habe, nennt er eine sehr gute Lösung. Ob vielleicht aber doch Frankreich ein bisschen der große Gewinner sei, fragte der Brüsseler Euronews-Korrespondent Sergio Cantone. Er verteile die Ressorts nicht nach Ländern, sagt Barroso, sondern nach Menschen. Die Kommissare sollten nicht ihre Länder vertreten, sondern unabhängig sein. Was Michel Barnier aus Frankreich angehe, so sei der ein echter Europäer mit Erfahrung in der Kommission. Er werde seine Fähigkeiten zum Besten des europäischen Projekts einsetzen. Barnier wird das Ressort für den europäischen Binnenmarkt übernehmen; nach einigem Hin und Her gehören dazu auch weiterhin die Finanzdienstleistungen. Der Spanier Joaquín Almunia wird künftig für den freien Wettbewerb innerhalb der Union zuständig sein. Sein bisheriges Ressort, die Wirtschafts- und Währungspolitik, übergibt er dann an Olli Rehn. Der Finne ist in den letzten Jahren bekannt geworden als Kommissar für die Erweiterung der EU. Zum ersten Mal wird es auch einen Kommissar für Klima geben und die Erste auf diesem Posten ist Dänemarks Umwelt- und Klimaministerin Connie Hedegaard – die zuvor noch den Gipfel in Kopenhagen zum Erfolg führen möchte.