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Chavez will Palästina-Botschaft eröffnen

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Chavez will Palästina-Botschaft eröffnen

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Venezuelas Präsident Hugo Chavez provoziert Israel. Der linksgerichtete Staatschef erklärte, bald eine Botschaft in den Palästinesergebieten zu eröffnen. In den kommenden Tagen werde er einen Botschafter ernennen, so Chavez. Anlass war der Besuch von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Caracas.

“Wir waren immer auf der Seite der Palästinenser und ihres denkwürdigen Kampfes”, so Chavez, “Gegen die amerikanischen Yankees, gegen deren Lakaien, gegen den völkermörderischen Staat Israel!” Chavez rief 20 Stipendien für palästinensische Medizin-Studenten ins Leben und kündigte weitere an. Der erklärte USA-Gegner wetterte auch gegen Washington und die amerikanische Absicht, die Militärpräsenz im benachbarten Kolumbien zu verstärken. Das Nachbarland bezeichnete Chavez als als “südamerikanisches Israel”. Abbas kritisierte die Position Israels im festgefahrenen Nahost-Friedensprozess. Die Besetzung Ost-Jerusalems und des Westjordanlands gehe weiter, das sei unakzeptabel. Der diplomatische Handschlag Venezuelas käme der Anerkennung eines palästinensischen Staates nahe, den die Palästinenser ausrufen wollen, falls die Friedensverhandlungen weiter stocken. Die EU hat ihre Unterstützung für einen solchen Schritt verwehrt. Amts- und Verhandlungsmüde will Abbas sich nicht erneut zum Palästinenserpräsidenten wählen lassen.