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"Nacht der Solidarität" mit Wohnungslosen

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"Nacht der Solidarität" mit Wohnungslosen

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Paris, Stadt der Liebe, der überhöhten Mieten, der Wohnungsnot. 100.000 Menschen leben in Frankreich auf der Straße, mehrere Millionen sind ohne feste Wohnung, kommen mehr schlecht als recht irgendwo unter.

Mit einer “Nacht der Solidarität” demonstrierten tausende Menschen mit und ohne Obdach gegen den Wohnungsnotstand, die meisten in der Hauptstadt, andere in weiteren Städten. Mehr als 30 Organisationen hatten dazu aufgerufen, darunter auch “Die Kinder Don Quichottes”. Ein Mitglied erklärt: “Drei Millionen Menschen leben in Bruchbuden, Wohnwagen, in ungesunden Behausungen, in Autos!” Immer wieder bezahlen Obdachlose ihre prekäre Situation mit dem Leben. Zur Mahnung haben Menschenrechtsaktivisten die Namen der Opfer ausgehängt, nicht alle sind bekannt. “Ich denke, wir liegen nicht sehr weit unter der Marke von 400 Todesfällen für 2008, und in 2009 haben wir schon von 310 erfahren. Viele sind gewaltsame Tode: durch Unfälle, Selbstmorde, Übergriffe”, sagt Cécile Rocca. Ein paar hundert Feldbetten und Matratzen wurden verteilt; auch wenn das ist keine Lösung und der Bedarf weit höher ist: Die Pariser Suppenküche der Heilsarmee und der Groß-Grill der Organisation Emmaus verteilten mehr als 11.000 Portionen, allein in dieser einen “Nacht der Solidarität”.