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Streit um Friedensnobelpreis-Beschlagnahme im Iran

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Streit um Friedensnobelpreis-Beschlagnahme im Iran

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Der Streit um die Beschlagnahme der Friedensnobelpreis-Medaille der iranischen Anwältin Shirin Ebadi dauert an: Sie selbst bezeichnete die Tat als rechtswidrig. Der Iran bestreitet, die Medaille gezielt konfisziert zu haben, es habe lediglich in einer Steuerangelegenheit eine Beschlagnahmeaktion stattgefunden. Außerdem bestellte das Land den norwegischen Botschafter ein, nachdem Oslo die Beschlagnahme kritisiert hatte.

Auch der Direktor des norwegischen Nobel-Instituts, Geir Lundestad verteidigte die Friedensnobelpreisträgerin: Sie habe nichts falsches getan und werde rechtswidrig bestraft. Auch Freunde und Familie würden mitbestraft – das sei völlig inakzeptable. Vor kurzem hatte Ebadi – die sich seit den Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmoud Amadinejad nicht mehr im Iran aufhält – gesagt, sie werde von staatlicher Seite mit dem Tod bedroht. Ihrem Ehemann sei mehrmals gesagt worden, dass sie überall erreicht werden könne, wenn sie ihre Aktivitäten nicht einstelle.