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China lehnt EU-Forderung nach Währungsaufwertung ab

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China lehnt EU-Forderung nach Währungsaufwertung ab

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China hat die Forderung der Europäischen Union nach einer Aufwertung seiner Währung zurückgewiesen. Chinas Regierungschef Wen Jiabao sagte den obersten europäischen Währungsverantwortlichen bei Gesprächen in Nanjing, den Yuan weiter auf einem “angemessenen und ausgeglichenen Niveau stabil halten” zu wollen. China hat seine Währung, den Yuan, seit Mitte 2008 praktisch an den US-Dollar gekoppelt. Aus europäischer Sicht ist die chinesische Währung daher unterbewertet, was EU-Exporte nach China verteuert und chinesische Ausfuhren künstlich verbilligt. Seit Anfang des Jahres hat der Euro um rund 20 Prozent an Wert gegenüber dem Yuan gewonnen. Jean-Claude Juncker, Präsident der Eurogruppe, sagte, es sei der Öffentlichkeit schwer zu vermitteln, dass die am schnellsten wachsende Ökonomie der Welt, die chinesische, die große Überschüsse produziere, gegenüber den Währungen der anderen Wirtschaftsmächte an Wert verliere. Eine Aufwertung würde vor allem die chinesischen Exporteure treffen, die ohnehin durch den starken Rückgang der chinesischen Ausfuhren in der Wirtschaftskrise leiden. Dennoch: China exportiert Waren im Wert von 262 Milliarden Euro nach Europa, umgekehrt sind es lediglich 98,5 Milliarden. Die europäischen Exporteure beklagen, dass der unflexible Wechselkurs ihnen in der globalen Absatzkrise noch zusätzliche Belastungen aufbürdet.

An diesem Montag beginnt in Nanjing der EU-China-Gipfel. Dabei wird es vor allem um die Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise, Handelsspannungen, Chinas Forderung nach Anerkennung als Marktwirtschaft und den Klimaschutz gehen.