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Wahlen in Honduras

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Wahlen in Honduras

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Unter starken Sicherheitsvorkehrungen wird heute im mittelamerikanischen Krisenland Honduras ein neues Staatsaoberhaupt gewählt.
 
Ferner werden sowohl das Parlament als auch sämtliche Bürgermeister im Land neu gewählt. Wegen befürchteter Ausschreitungen sind rund 30.000 Soldaten und Polizisten im Einsatz.
 
Um das Präsidentenamt bewerben sich fünf Kandidaten, Chancen werden aber nur Porfirio Lobo von der Nationalen Partei und Elvin Santos von der Liberalen Partei eingeräumt.
 
Das Land ist gespalten, seit die konservative Machtelite im Sommer den beim einfachen Volk beliebten Präsidenten Manuel Zelaya stürzte. Zelaya und seine zahlreichen Anhänger wollen den Urnengang boykottieren.
 
Die USA hatten bereits angekündigt, den neuen Präsidenten anerkennen zu wollen, während mehrere lateinamerikanische Staaten, so zum Beispiel Argentinien und Brasilien weiter Zelaya unterstützen und die Wahlen als illiegitim bezeichneten.
 
Aufgrund der Boykottankündigungen befürchten Beobachter eine geringe Wahlbeteiligung, die die Legitimität des Siegers schmälern könnte.  
 
Mehrere Tausend nationale und internationale Beobachter sollen das Wahlgeschehen überwachen.
 
Stimmberechtigt sind rund 3,5 Millionen Honduraner.