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Dubai-Krise lässt Börsen in Emiraten einbrechen

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Dubai-Krise lässt Börsen in Emiraten einbrechen

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Die Börsen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) haben nach achttägiger Feiertagspause mit starken Verlusten eröffnet. Kurz nach Handelsbeginn stürzte die Börse in Dubai um knapp sechs Prozent ab, Abu Dhabi um mehr als sieben Prozent. Nach den örtlichen Börsenregeln wird bei mehr als 10 Prozent Minus der Handel ausgesetzt.

Dubai hatte vorige Woche die Gläubiger von Dubai World – dem staatseigenen Firmenkonglomerat, das unter anderem auch eine Insel in Palmenform gebaut hat – um Zahlungsaufschub gebeten. Der Konzern hat fast 60 Milliarden Dollar Schulden. Zu den Gläubigern von Dubai World zählen die Banken HSBC, Royal Bank of Scotland, Lloyds und Standard Chartered. Auch Bau- und Immobilienfirmen könnten unter Druck geraten. Weltweit hatten die Finanzmärkte mit massiven Kursabschlägen reagiert. Die Börsen in der Region waren wegen des islamischen Opferfestes acht Tage lang geschlossen. Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate stellte den Banken der Region am Sonntag Notkredite in Aussicht, um eine Lähmung des Finanzsystems zu verhindern.