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Tödliche Krankenhäuser in Großbritannien

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Tödliche Krankenhäuser in Großbritannien

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Tausende Patienten, die in britischen Krankenhäusern gestorben sind, könnten noch leben. Das schließt eine Untersuchung rund 150 halbprivatisierter Hospitäler, die als Elite-Kliniken gelten. Das Ergebnis: Ein Dutzend von ihnen erfüllt nicht einmal einfache Standards für die Sicherheit der Patienten. Durch mangelhafte Sicherheit und schlampige Operationen sind tausende Kranke verstorben, die unter besseren Bedingungen hätten überleben können.

27 der Krankenhäuser haben ungewöhnlich hohe Sterberaten, drei davon die höchsten in Großbritannien, so der Bericht. Acht brechen regelmäßig die Vertragsklauseln, nach denen sie weiter Geld der öffentlichen Hand bekommen. Die Gehälter der Geschäftsführer stiegen dafür um 15 Prozent, als die Hospitäler teilprivatisiert wurden. Gesundheitsminister Mike O’Brien verteidigt die Kliniken: Schon ein einziger schwerer Fehler, das sei natürlich dem Gesundheitssystem anzulasten. “Gleichzeitig aber sagen 93 Prozent der Patienten, sie seien ausgezeichnet behandelt worden.” Tatsächlich haben viele der untersuchten Krankenhäuser in einer staatlichen Studie kürzlich hervorragend abgeschnitten; doch kontern die Verfasser der aktuellen Untersuchung, dass sie sich auf die Sicherheit der Patienten konzentriert hätten.