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Honduras: Wahlausgang sorgt für Unmut

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Honduras: Wahlausgang sorgt für Unmut

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Die umstrittene Prädsidentschaftswahl im mittelamerikanischen Honduras schlägt weiter hohe Wellen. Anhänger des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya ziehen durch die Strassen, um ihrem Unmut gegen den Wahlausgang Luft zu machen. Bei der Wahl am Sonntag waren rund 62 Prozent der Honduraner an die Urnen gegangen. Nach Informationen der nationalen Wahlbehörde erhielt Wahlsieger Porfirio Lobo Sosa von der rechtskonservativen Nationalen Partei 52,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Lobo Sosa bekräftigte, die Wahl sei legitim gewesen. Er werde keine Einmischung aus dem Ausland zulassen. Lobo Sosa will nach eigenen Aussagen am Donnerstag einen Dialog mit allen politischen Kräften über eine nationale Versöhnung beginnen. Auch auf dem iberoamerikanischen Gipfel im portugiesischen Estoril sagte die honduranische Aussenministerin und Anhängerin Zelayas, Patricia Rodas, der überwiegende Teil der internationalen Gemeinschaft hielte “helden- und standhaft daran fest, diesen Vorgang zu verurteilen”.

Die Wahl sei die Folge eines Militärputsches, der so vertuscht werden solle. Die Wahl sei nicht vom honduranischen Volk legitimiert. Im Juni dieses Jahres war der damalige Präsident Manuel Zelaya gestürzt worden. Im September war er heimlich nach Honduras zurückgekehrt und hatte versucht, seine Anhänger zu einem Aufstand zu bewegen. Er sitzt derzeit in der brasilianischen Botschaft in der honduranischen Tegucigalpa. Über sein Schicksal soll jetzt im Parlament beraten werden.