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Iberoamerikanischer Gipfel ohne klare Ergebnisse

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Iberoamerikanischer Gipfel ohne klare Ergebnisse

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Zu einer gemeinsamen Erklärungen zur Lage in Honduras reichte es am Ende nicht. Zu unterschiedlich waren die Ansichten der 22 Teilnehmer beim 19. iberoamerikanischen Gipfel im protugiesischen Estoril, der jetzt zu Ende ging. Brasiliens Präsident Lula da Silva betonte noch einmal seine Unnachgiebigkeit gegenüber den honduranischen Putschisten – in seinen Augen bedrohen die Vorgänge die Demokratie in Lateinamerika. Hätte der Gipfel nur über Honduras getagt, wäre er gar nicht erst gekommen, so Lula.

Die portugiesische Präsidentschaft musste also zum Schluss eine Erklärung abgeben, die das Streitthema des Gipfels möglichst umging: die honduranische Präsidentschaftswahl vom Sonntag. Portugal begnügte sich also damit, den Staatsstreich zu verurteilen und den Dialog im Land anzumahnen. Eine unangenehme Lage für Portugals Premier, Jose Socrates: “Nach den letzten und sehr intensiven Verhandlungen haben wir alle einen Konsens erreicht .. finde ich ,” sagte er zum Abschluss des Gipfels. Keine Einigung also in der Honduras-Frage und ebenfalls keine in Sachen Klima – einem der Themen, das im Mittelpunkt der Verhandlungen hätte stehen sollen. Gerade, weil in wenigen Tagen die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen beginnt. Diese im Blick, befestigten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace ein gigantisches Plakat am Turm von Belem, auf dem sie die Teilnehmer des Gipfels aufforderten, Massnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. “Unser Klima, eure Entscheidung” stand auf dem Plakat.