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Kehrtwende in Südafrikas AIDS-Strategie

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Kehrtwende in Südafrikas AIDS-Strategie

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Zum Weltaidstag hat Südafrika ein ehrgeiziges Programm zur Bekämpfung der Immunschwäche angekündigt und damit eine Kehrtwende in seiner bisherigen AIDS-Politik eingeleitet. Südafrika ist das Land, das von der Immunschwäche-Krankheit weltweit am stärksten betroffen ist. Nach offiziellen Angaben sind 5,7 Millionen Menschen HIV-infiziert, eine Million Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

Kern des neuen Programms ist ein Behandlungskonzept für HIV-positive Babys. Alle Kinder unter einem Jahr werden künftig behandelt, wenn ihr Test positiv ausfällt. Bislang erhalten sie nur im fortgeschrittenen Krankheitsstadium einmalig medizinische Hilfe. 280.000 Kinder leiden an AIDS, anderthalb Millionen AIDS-Waisen gibt es in Südafrika. Auf einer Veranstaltung zum Internationalen Aidstag forderte Staatspräsident Jacob Zuma die Bevölkerung auf, sich auf AIDS testen zu lassen: “AIDS macht keine Unterschiede. Ich werde mich erneut testen lassen. ich habe mich bereits testen lassen und kenne meinen Status. Im Rahmen dieser Aktion unterziehe ich mich einem erneuten Test!” kündigte Zuma an. Zumas Amtsvorgängers Thabo Mbeki war wegen seiner zögerlichen AIDS-Bekämpfung immer wieder angegriffen worden.