Eilmeldung

Eilmeldung

Neue US-Strategie: Mehr Truppen in Afghanistan

Sie lesen gerade:

Neue US-Strategie: Mehr Truppen in Afghanistan

Schriftgrösse Aa Aa

Die US-Soldaten in Afghanistan bekommen Verstärkung. Und eine Zeitperspektive für den Abzug. Das sieht die neue Aufghanistan-Stategie von Barack Obama vor, die der US-Präsident heute Abend (Ortszeit) an der Militärakademie West Point bekanntgeben will. Rund 30.000 Mann sollen im Laufe des nächsten Jahres zu den bereits am Hindukusch stationierten 68.000 US-Soldaten stoßen.

“Das ist kein Einsatz ohne Ende”, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Die USA seien in Afghanistan als Partner, um die afghanischen Sicherheitskräfte, die Armee und Polizei, auszubilden, damit diese selbst für Sicherheit in ihrem Land sorgen, und den Kampf aufnehmen könnten gegen einen unbeliebten Aufstand. Außerdem soll die US-Armee Städte besser schützen, sowie Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer im Grenzgebiet zu Pakistan jagen. Viele Afghanen aber sind skeptisch: “Die Situation in Afghanistan wird man nicht durch militärisch lösen. Die USA werden die gleiche Lektionen wie die Russen lernen: Die konnten nicht gewinnen und wurden besiegt”, sagt ein Mann in Kandahar (Stadt). “Was wirklich wichtig ist, ist auf beiden Seiten zu arbeiten, der militärischen und der zivilen”, sagt die Parlamentsabgeordnete Shokria Barekzai. Gleichzeitig mit der Militäroperation die Entwicklungshilfe für die Afghanen zu erhöhen, würde auch die Sicherheit erhöhen. Auch Großbritannien, nach den USA der zweitgrößte Truppensteller, will weitere Soldaten nach Afghanistan schicken. Laut dem britischen Premierminister Gordon Brown wollen dies insgesamt acht europäische Staaten tun. Welche das sind, sagte Brown nicht.