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Serbien bezeichnet Unabhängigkeit des Kosovo als illegal

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Serbien bezeichnet Unabhängigkeit des Kosovo als illegal

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Zu Beginn der Kosovo-Anhörung vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag am Dienstag hat Serbien dem Kosovo vorgeworfen, die internationale Ordnung zu missachten. Die Richter sollen klären, ob die Unabhängigkeit des Kosovo völkerrechtlich vertretbar ist. 29 Länder werden sich in den nächsten Tagen dazu äußern – Befürworter wie die USA, Frankreich oder Deutschland, und Gegner wie Russland, China, Spanien und natürlich Serbien. Der serbische Außenminister Vuk Jeremic sagte, er erwarte, dass sich die Internationale Gemeinschaft gegen Unilateralismus ausspreche und klarstelle, dass Probleme nicht einseitig gelöst werden könnten. Stattdessen müsse man geduldig verhandeln, bis ein Kompromiss gefunden werde.

Für Belgrad ist das Kosovo nach wie vor eine serbische Provinz; die Unabhängigkeitserklärung aus Pristina bezeichnet Serbien als illegal. Analyst Dusan Jancic hebt noch einen anderen Punkt hervor: “Es ist das erste Mal in der neueren europäischen Geschichte, dass das Prinzip der ethnischen Trennung derart festgeschrieben wird. Serbien will hingegen das Prinzip der territorialen Integrität zur Sprache bringen.” Serbiens Vertreter in Den Haag erklärte vor den Richtern, das Kosovo sei die Wiege der serbischen Geschichte und müsse daher serbisch bleiben.