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Daimler: Von Sindelfingen nach Tuscaloosa

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Daimler: Von Sindelfingen nach Tuscaloosa

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Der Autokonzern Daimler ordnet seine Pkw-Produktion neu und verlagert weitere Teile ins Ausland. Daimler will die Mercedes-C- Klasse künftig nicht mehr in Sindelfingen bauen, sondern in Bremen und zum Teil in den USA. Im Gegenzug soll die Mercedes-SL-Montage nach Sindelfingen verlagert werden.

Betriebsrat Erich Klemm kritisierte die Entscheidung: “Das ist eine schlechte Entscheidung für Daimler, eine schlechte Entscheidung für Sindelfingen, aber es ist auch eine schlechte Entscheidung für Deutschland, weil damit eine Entscheidung getroffen wird, die möglicherweise Folgen für die Zulieferindustrie hat.” Das Daimler-Management gab bekannt, die Teil-Verlagerung der umsatzreichen C-Klassenproduktion nach Tuscaloosa im US-Staat Alabama gefährde keine Arbeitsplätze in Deutschland. Daimler-Sprecher Jörg Howe sagte: “Wir gehen davon aus, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. Wir haben dieses Potential von 1800 Mitarbeitern, die jetzt noch betroffen sind, identifiziert. Und wir haben klare Angebote für alle von diesen 1800.” Im Werk Tuscaloosa soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit 2800 auf rund 4000 steigen. Dort waren allerdings in den vergangenen Monaten wegen der Krise fast 1000 Arbeitsplätze gestrichen worden.