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Gefährliche Weihnachtslichter

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Gefährliche Weihnachtslichter

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Es glitzert und flimmert – nicht nur auf den Champs Elyseés in Paris. Krise hin oder her – in Europas Städten werden die Verbraucher mit viel nett arrangierter Beleuchtung in die Läden gelockt. Solch Anblick verführt so manchen dazu, auch das eigene Heim in der dunkelsten Zeit des Jahres zum Leuchten zu bringen. Aber Vorsicht! Nicht jedes Produkt eignet sich für jeden Zweck, wie die Mitarbeiterin einer belgischen Herstellerfirma mahnt. Die Glühbirnen am Baum dürfen nicht zu heiss werden. Mit LED-Varianten sei man immer auf der sicheren Seite. Die eignen sich für echte Bäume ebenso wie für künstliche.

Die EU-Kommission hat in 5 EU-Ländern einen Sicherheitstest in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis zu äußerster Vorsicht mahnt. Selbst im ach so akuraten Deutschland zeigten noch über die Häfte der geprüften Produkte gefährliche Sicherheitsmängel. Der Chef des belgischen Familienbetriebes zeigt, gute Isolierung ist das A und O bei Leuchtketten. Die Lampe muss sicher in der Fassung isoliert sein. Europas Sicherheitstester haben aber herausgefunden, dass die Feuergefahr auch bei elektrischer Beleuchtung nicht gebannt ist. Diverse Produkte neigen zu Überhitzung – und schon brennt der Baum wie einst mit echten Kerzen. Aline Van den Brouke von der Verbraucherschutz-Organisation “tests achats” rät, immer zuerst genau die Hinweise auf der Verpackung zu lesen. Was für den Zimmergebrauch gedacht ist, kann auf dem feuchten Balkon höchst gefährlich werden. Dann sollte man auf die kleinen Dinge achten – Klemmen aus Metall halten gewöhnlich besser als solche aus Plastik. Und immer auf genug Abstand zwischen der Steckdose und der ersten Lampe achten. Schlechte Isolierung haben die Tester als häufigsten Fehler ernannt und oftmals zu dünne Kabel, was dem Benutzer einen Schlag verpassen kann. Es gilt auch bei unserer Weihnachtsbeleuchtung: das vermeintlich billige Schnäppchen kann einen am Ende teuer zu stehen kommen.