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Obama will Afghanistan-Abzug ab 2011

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Obama will Afghanistan-Abzug ab 2011

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Die US-Soldaten in Afghanistan bekommen ab Beginn kommenden Jahres noch einmal massive Verstärkung. Das hat Präsident Barack Obama bei der Vorstellung seiner neuen Strategie bestätigt. Gleichzeitig versprach er einen Abzug ab 2011. Der kommandierende General Stanley McChrystal begrüßte die Aufstockung. Er hatte noch mehr Truppen gefordert. Insgesamt wären dann rund 100.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert.

“Es ist in unserem vitalen, nationalen Interesse, weitere 30.000 Mann nach Afghanistan zu entsenden. Nach 18 Monaten werden unsere Truppen damit beginnen, nach Hause zurückzukehren. Dies sind die Ressourcen, die wir brauchen, um die Initative zu ergreifen und gleichzeitig die afghanischen Kapazitäten so aufzubauen, dass sie einen verantwortungsvoller Rückzug erlauben.” Bei seiner Rede an der renommierten Militärakademie West Point unterstrich Oberbefehlshaber Obama die prekäre Sicherheitslage. Afghanistan habe sich zurückbewegt. Es droher aber kein “zweites Vietnam”. “Anders als in Vietnam, haben wir eine breite Koalition von 43 Ländern an unserer Seite, die die Legitimität unseres Handelns anerkennt. Anders als in Vietnam haben wir es nicht mir einem im Volk verwurzelten und beliebten Aufstand zu tun. Und am wichtigsten ist: anders als in Vietnam sind die Amerikaner auf bösartige Weise von Afghanistan angegriffen worden und sie bleiben ein Ziel, für dieselben Extremisten.” Obama forderte auch von den Verbündeten mehr Truppen. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen stellte 5000 zusätzliche Soldaten in Aussicht. Kritiker warnten, dass die ebenso angekündigten zivilen Schritte nicht ausreichten.