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Obama will Truppen in Afghanistan aufstocken

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Obama will Truppen in Afghanistan aufstocken

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Die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Barack Obama sorgt für gemischte Reaktionen. 30.000 US-Soldaten will Obama ab Anfang 2010 nach Afghanistan schicken. Gleichzeitig kündigte er an, voraussichtlich im Sommer 2011 mit dem Truppenrückzug zu beginnen. Pläne, die bei NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen auf Zustimmung stoßen. Dies sei eine gute Strategie für den Erfolg, sagte er: “Ich beglückwünsche Präsident Obama zu seiner Entschlossenheit und zu seinen strategischen Visionen. Aber man darf nicht vergessen, dass dies nicht allein ein Krieg der USA ist.”

Eine Mahnung an die europäischen NATO-Verbündeten also, die, so Rasmussen, im kommenden Jahr mindestens 5000 zusätzliche Soldaten entsenden sollen. Das allerdings könnte auf Widerstand stoßen. Deutschland ist derzeit mit rund 4.300 Soldaten am Hindukusch vertreten und soll laut Medienberichten 2.500 zusätzliche Truppen schicken. Bis dato zeigt sich Berlin diesbezüglich jedoch zurückhaltend, und auch Frankreich ist wenig begeistert. “Im Augenblick besteht keine Notwendigkeit, die Truppen aufzustocken”, sagte Außenminister Bernard Kouchner. “Stattdessen müssen Zivilisten kommen, natürlich freiwillig, Polizisten, Techniker, und dann müssten wir unsere Vorgangsweise neu überdenken.” Die dänischen Truppen bekamen unterdessen hohen Besuch: Kronprinzessin Mary war nach Afghanistan gekommen, um den Soldaten Grüße von Königin Margarethe zu überbringen. Vielleicht eine kleine Aufmunterung beim harten Dienst am Hindukusch.