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Abkommen über South Stream

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Abkommen über South Stream

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Um rund ein Dutzend Verträge geht es bei diesem Treffen: Vor allem in der Wirtschaft sehen Italien und Russland noch Raum für weitere Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt der Gespräche steht die künftige Erdgasleitung South Stream. Sie soll russisches Gas nach Europa bringen – so wie auch die Ostseepipeline Nord Stream. Beide umgehen dabei die Ukraine, mit der es immer wieder Streit um die Durchleitung gibt. Die Energiekonzerne ENI und Gasprom arbeiten bei South Stream schon zusammen. Jetzt machen beide Seiten auch noch den Weg frei für einen Einstieg von EDF aus Frankreich. South Stream – ebenso wie Nord Stream – bringe Europa Energiesicherheit, sagt Russlands Präsident Dmitri Medwedjew. Würden beide gebaut, habe jeder etwas davon. Und sein Gastgeber Silvio Berlusconi ergänzt: Man wolle mit South Stream die Ukraine umgehen. Deshalb habe man unbedingt die Türkei überzeugen wollen, dass sie ihre Gewässer zur Verfügung stelle. Durch ebendiese türkischen Gewässer im Schwarzen Meer führt South Stream nach Bulgarien und von dort in zwei Strängen weiter nach Westeuropa. Allerdings plant die EU eine ähnliche Leitung, die so genannte Nabucco-Pipeline. Hier ist der österreichische OMV-Konzern federführend. Möglicherweise beteiligt sich Österreich jetzt aber auch an South Stream.