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Angst vor Klimawandel im Gangesdelta

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Angst vor Klimawandel im Gangesdelta

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Fluten, Wirbelstürme, das alles haben sie hier schon reichlich: Wenn es jetzt aber noch ernst würde mit der Erderwärmung und das Meerwasser anstiege, wäre für diese Menschen Schluss, ihre Heimat dahin.

Diese Heimat ist das gewaltige Flussdelta von Ganges und Brahmaputra, zwischen Indien und Bangladesch. Sundarbans nennt sich diese Inselgruppe, schöner Wald: Das Land hier liegt extrem flach – steigt das Wasser, ist es weg. “Alles war unter Wasser”, erzählt ein Mann, der sein Zuhause schon verloren hat; “mein Haus, mein Land, meine ganze Existenz. Es tat weh, alles zurückzulassen, aber wir hatten keine Wahl.” Rund zehntausend Menschen mussten auf diese Weise ihre Heimat schon verlassen; oft sitzt der Kummer über den Verlust tief. “Hier gefällt es mir nicht”, sagt eine Frau hier; “das Leben war vorher besser: mein Haus, die Nachbarn, die Felder – ich muss immer daran denken. Ich werde die Erinnerung einfach nicht los.” Schicksale wie das ihre sind hier im Delta schon lange kein Einzelfall mehr; und – in den nächsten Jahrzehnten könnte es noch weitaus mehr Menschen treffen.