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Armenien und Aserbeidschan wollen Konflikt beilegen

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Armenien und Aserbeidschan wollen Konflikt beilegen

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Auf dem Münchener Krisengipfel zwischen Armenien und Aserbeidschan hat es nach Angaben der Vermittler offenbar Fortschritte gegeben.

Die Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans, Ilham Aliyev und Serge Sarksian hätten sich bei den Verhandlungen über die umstrittene Region Berg-Karabach in München auf eine friedliche Beilegung des Konflikts einigen können.

Zuvor hatte Alijew Armenien für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen mit einem Militärschlag gedroht.

Nach dem Ende der Sowjetunion hatten Truppen der damaligen armenische Minderheit mit Armeniens Hilfe das Gebiet besetzt und hunderttausender Aserbaidschaner aus der Enklave vertrieben. Die Region ist unter den beiden Nachbarstaaten seit jeher umstritten.

Als brisant werten politische Beobachter den Vorstoss Arserbeidschans insofern, als sich Armenien erst im Oktober um eine Annäherung mit Aserbeidschans Schutzmacht Türkei bemühte.

Die türkische Regierung hatte die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Armenien jedoch an eine Lösung des Berg-Karabach-Konfliktes geknüpft.

Die Türkei hat erklärt, dass sie bezüglich des Konfliktes weiterhin hinter Aserbaidschan stehe.