Eilmeldung

Eilmeldung

Austausch am Kaukasus

Sie lesen gerade:

Austausch am Kaukasus

Schriftgrösse Aa Aa

Zwischen Georgien und Südossetien ist es nach mehreren vergeblichen Anläufen zu einem Gefangenaustausch gekommen.

Unter Vermittlung des Europarates entließ zuerst Georgien fünf Bürger Südossetiens in die Freiheit. Im Gegenzug wurde vereinbart, dass Südossetien vier georgische Staatsbürger freilassen soll. Die Grenze zwischen Georgien und der nach Unabhängigkeit strebenden Region Südossetien ist in weiten Teilen nicht festgelegt. Daher kommt es immer wieder zu ungewollten Grenzübertritten,- die meist mit Verhaftung enden. Wenige Stunden nachdem die georgische Seite ihren Teil der Vereinbarung erfüllt hatte, dann die Enttäuschung: Südossetien überstellte statt vier nur zwei minderjährige Georgier. Die beiden anderen – 16, und 17 Jahre alt – müssen sich zunächst vor Gericht dafür verantworten, mit Sprengstoff und mehreren Handgranaten auf südossetischem Gebiet aufgegriffen worden zu sein. Die Vermittler gehen dennoch davon aus, dass die zwei Teenager bald nach Georgien zurück dürfen.