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Familien toter Soldaten fordern mehr Truppen

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Familien toter Soldaten fordern mehr Truppen

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Die Familien von fünf der im August 2008 in Afghanistan getöteten französischen Soldaten haben an diesem Mittwoch gefordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Auf einer Pressekonferenz verlangten sie zudem, die Truppen in Afghanistan aufzustocken, um die Taliban zu bekämpfen. Der Anwalt der Familien, Gilbert Collard sagte, die Soldaten seien ohne angemessene Ausrüstung in den Kampf geschickt worden. Die notwendige Ausrüstung sei erst später an andere Soldaten ausgeteilt worden. Dies zeige, dass die getöteten Soldaten nicht über eine ausreichende Bewaffnung verfügten.Chantal Buil, die Mutter eines der Getöteten, sprach von einem Selbstmordkommando. Die Soldaten seien geradezu ahnungslos in den Einsatz gefahren, die anderen hätten sich im Hintergrund gehalten. Etwa der Hauptmann, der sich im Hintergrund versteckt gehalten hätte. Dabei müsse man in dieser Situation bei seinen Leuten bleiben. Am 28. August 2008 waren bei heftigen Kämpfen insgesamt zehn französische Soldaten ums Leben gekommen. Sie waren rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Kabul von den Taliban in einen Hinterhalt gelockt worden.