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Mehr Rechte für Bahnreisende in Europa


Redaktion Brüssel

Mehr Rechte für Bahnreisende in Europa

In Übereinstimmung mit einer neuen Verordnung aus Brüssel sollen Fahrgäste überall den gleichen Anspruch auf Schadensersatz haben, wenn sich Züge verspäten oder ausfallen. Auch sollen Menschen mit Behinderungen ohne Probleme reisen können. “Schadensersatz ist eine ausgezeichnete Idee, denn ich habe immer Probleme mit den Verspätungen internationaler Züge”, so eine Reisende. “Fast immer, heute hoffentlich nicht, doch fast immer, wenn ich den Zug nach Amsterdam oder nach Paris nehme, gibt es Verspätungen.” Die Rechte der Bahnreisenden werden wie folgt gestärkt: Bei Zugverspätungen zwischen einer und zwei Stunden können Fahrgäste 25 Prozent des Kartenpreises fordern. Bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden besteht Anspruch auf die Hälfte. Gehen Gepäckstücke verloren, gibt es jeweils bis zu 1285 Euro. Der Exekutivdirekor der Europäischen Bahnen und Infrastrukturgesellschaften in Brüssel., Johannes Ludewig, weist darauf hin, dass es für Fluggesellschaften nichts vergleichbares gibt. Da gäbe es weder bei einer noch bei zwei Stunden Verspätung Schadensersatz. Fluggesellschaften hätten nichts zu bezahlen. Unklar ist, ob die neuen Verordnungen sofort umgesetzt werden. Deutschland beispielsweise hat die Rechte der Bahnreisenden bereits gestärkt. Die nationalen Eisenbahn-Unternehmen können einen Aufschub von bis zu 15 Jahren beantragen, um die Rechte für Reisende nach und nach anzupassen.

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