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Somalische Minister sterben bei Anschlag in Mogadischu

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Somalische Minister sterben bei Anschlag in Mogadischu

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Bei einem Anschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Donnerstag mehr als 15 Menschen getötet worden. Die Bombe explodierte, als im festlich geschmückten Ballsaal gerade eine Examensfeier für Studenten der Universität stattfand. Die Zahl der Verletzten war zunächst nicht bekannt.

Aus der Afrikanischen Union hieß es, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt – dies wurde von einem deutschen Reporter bestätigt. Der Anschlag soll sich gezielt gegen Regierungsvertreter gerichtet haben. Denn bei der Universitätsfeier waren auch mehrere Minister der somalischen Übergangsregierung zugegen. Drei von ihnen wurden getötet, der Minister für Gesundheit, der Minister für Hochschulbildung und der Bildungsminister. Außerdem kam ein Kameramann des Nachrichtensenders Al-Arabija ums Leben. Somalia hat seit 1991 keine handlungsfähige Regierung mehr; Teile des Landes haben sich bereits faktisch abgespalten. Schwere Kämpfe sind an der Tagesordnung, rund eineinhalb Millionen Menschen wurden in ihrer Heimat zu Flüchtlingen. Erst vor einem halben Jahr war in Somalia ein ähnlicher Anschlag auf ein Hotel verübt worden. Damals starben mindestens 30 Menschen unter ihnen ebenfalls ein Minister.