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Trichet zieht Zügel an

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Trichet zieht Zügel an

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Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins unverändert bei einem Prozent belassen. Das beschlossen die Währungshüter um EZB-Chef Jean-Claude Trichet in Frankfurt. Seit Mai verharrt der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld auf diesem Niveau.

Jean-Claude Trichet erklärte: “Einige der Faktoren, die zur Erholung beitragen, sind zeitlich begrenzt. Wir erwarten, dass die Wirtschaft in der Eurozone 2010 moderat anwächst. Gleichzeitig ist uns klar, dass der Erholungsprozess nicht überall gleich sein wird. Jede Prognose unterliegt großer Unsicherheit.” Trichet lieferte das erwartete Signal für ein Ende der expansiven Geldpolitik. Der nächste Ein-Jahres-Tender zur Versorgung der Banken mit Liquidität Mitte Dezember werde der letzte seiner Art sein, sagte Trichet. Im dritten Quartal wuchs die Wirtschaft in der Eurozone gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent. Der Einzelhandel konnte im Oktober so viel verkaufen wie im Vormonat. In Deutschland stieg der Umsatz im Einzelhandel im Oktober sogar leicht. Auch bei den Dienstleistungen verbesserte sich die Stimmung in der Eurozone. Während sich vor allem Deutschland und Frankreich mit den Ergebnissen des Sektors zufrieden zeigen können, hinken Spanien und Italien etwa weit hinterher.