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EU bemüht sich in Kiew um zuverlässige Gaslieferungen

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EU bemüht sich in Kiew um zuverlässige Gaslieferungen

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Der für Europa bestimmte Transport russischen Gases durch die Ukraine stand im Vordergrund eines Gipfeltreffens zwischen Vertretern der EU und der Regierung in Kiew. Brüssel setzt alles daran, eine weitere Krise wie zu Beginn des Jahres zu verhindern. Ein Viertel des in Europa verbrauchten Gases kommt aus Russland. Davon strömen 80 Prozent durch das Pipeline-Netz der Ukraine. Der schwedische Ministerpräsident und derzeitige EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt betonte, die europäischen Verbraucher legten Wert auf die Sicherheit der Lieferungen. Zu Beginn des Jahres war es wegen Streitigkeiten zwischen Kiew und Moskau zu einem Lieferausfall gekommen. In Südost- und in Mitteleuropa blieben zehntausende Menschen ohne Heizung. Die Gespräche seien nicht ganz einfach gewesen, so der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bei der Pressekonferenz. Die Ukraine aber sichere den Transit des Gases entsprechend europäischen Normen zu. Die EU mahnte in Kiew die Umsetzung von Reformen an. Juschtenko machte für die Verzögerung die Regierungschefin Julia Timoschenko verantwortlich. Sie und der frühere Regierungschef Viktor Janukowitsch haben bei der Präsidentschaftswahl Anfang 2010 Umfragen zufolge bessere Chancen als der derzeitige Staatschef. Die Unterzeichnung eines Assozierungsabkommens zwischen der EU und Kiew wurde verschoben.