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Moderne Sklaven in Mexiko befreit

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Moderne Sklaven in Mexiko befreit

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Die mexikanische Polizei hat mehr als einhundert Menschen aus einer Art Sklaverei befreit. Die Opfer waren in Mexiko-Stadt gefangengehalten und zur Arbeit gezwungen worden.

Viele von ihnen waren Indios aus dem Landessüden, die nicht einmal Spanisch sprachen, andere Drogenabhängige von den Straßen der Hauptstadt. Sechzehn Stunden am Tag mussten sie arbeiten. “Sie wurden unmenschlich behandelt, ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt”, sagt Miguel Angel Mancera, der oberste Staatsanwalt von Mexiko-Stadt; “dazu gehörte auch sexuelle Misshandlung. Einige haben wir ins Krankenhaus geschickt; dort wurden deutliche Anzeichen von Unterernährung und Austrocknung festgestellt.” 23 Menschen wurden als die vermutlichen Sklavenhalter festgenommen. Um die Behörden zu täuschen, führten sie das Haus mit ihren Gefangenen als Heim für Alkohol- und Drogenkranke, unter dem Namen “Gottes Auserwählte”. In Wahrheit war es laut Polizei eine geheime Fabrik. Seit acht Jahren seien dort die unterschiedlichsten Dinge produziert worden, wie Einkaufstaschen oder Schnallen für Bekleidung. Das Unternehmen flog auf, nachdem ein Arbeiter entkommen war und auspackte. Die Polizei ermittelte daraufhin über mehrere Monate.