Eilmeldung

Eilmeldung

Ausnahmezustand in Provinz der Philippinen

Sie lesen gerade:

Ausnahmezustand in Provinz der Philippinen

Schriftgrösse Aa Aa

Zwölf Tage nach dem Massaker im Süden der Philippinen hat die Regierung den Ausnahmezustand über die Provinz Maguindanao verhängt und den dortigen Gouverneur festgenommen. Die Armee übernahm in dem Gebiet die Kontrolle über die Verwaltung und alle wichtigen Regierungseinrichtungen. Der örtliche Befehlshaber der Streitkräfte kündigte weitere Festnahmen an: Etwa einhundert Personen würden noch gesucht. Bisher seien nur lokale Verwaltungschefs festgenommen worden, die verdächtigt würden, an der Verschwörung zu dem Massaker beteiligt zu sein.

Anhänger des Gouverneurs forderten seine Freilassung und die Aufhebung des Ausnahmezustands. Die Präsidentin der Philippinen Gloria Macapagal-Arroyo hatte die Maßnahme mit einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit in der Provinz begründet. Der Familienclan des Gouverneurs Andal Ampatuan beherrscht das Gebiet im Süden des Inselreichs seit Jahrzehnten. Einer seiner Söhne soll die Bewaffneten angeführt haben, die am vergangenen Montag den Konvoi eines politischen Rivalen überfallen und 57 Menschen ermordet hatten. Der Gouverneurs-Sohn befindet sich seit Tagen in Haft. Nach Angaben der Armee haben weitere Verdächtige signalisiert, sich ergeben zu wollen.