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Filmfestival in Marrakesch eröffnet

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Filmfestival in Marrakesch eröffnet

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Mit einem Streifen aus Deutschland hat das internationale Filmfestival in der marokkanischen Metropole Marrakesch begonnen. “John Rabe”, die Geschichte eines Hamburger Kaufmanns, der im zweiten Weltkrieg in China hundertern Menschen das Leben rettete, nimmt am Wettbewerb um den goldenen Stern teil. Des Festival, das kurz nach den Anschlägen vom 11 September 2001 geschaffen wurde, gehört heute zu den größten Ereignissen der Filmwelt.

Die Festivaldirektorin Mélita Toscan du Plantier kündigt einen großartigen Jahrgang an: Viele Regisseure seien nach Marokko gekommen: Jim Jarmusch, Emir Kusturica und andere. “Der Iraner Abbas Kirostami ist Präsident der diesjährigen Jury. Die Diskussionen versprechen interessant zu werden!” Ein besonderes Augenmerk gilt natürlich dem marokkanischen Kino und marokkanischen Filmemachern sowie Schauspielern: Der Schauspieler Said Tegmaoui wurde in Frankreich als Sohn marokkanischer Eltern geboren, seit Jahren schon dreht er in Hollywood. Er unterstreicht die zunehmende Qualität des marokkanischen Kinos – dank der Unterstützung von König Mohammed des sechsten. Aber der Hauptschwerpunkt der diesjährigen Ausgabe liegt auf dem asiatischen Kino: Ein Duzend Filme aus Thailand treten an – und im Rahmen einer Retrospektive werden die 100 Jahre des koreanischen Kinos gefeiert, mit über 40 Streifen. Am kommenden Wochenende werden die Preise vergeben: Vor allem der goldene Stern.