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Trauer und Vorwürfe nach Inferno in Nachtklub

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Trauer und Vorwürfe nach Inferno in Nachtklub

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Am Rathaus von Perm wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Die Millionenstadt liegt etwa 1400 Kilometer östlich von Moskau am Ural. Im Rathaus waren Listen mit den Namen der Opfer zu sehen. Das Unglück ereignete sich bei einer Jubiläumsfeier des Lokals. Die Gäste waren dem Vernehmen nach vor allem Angestellte und deren Freunde und Angehörige. Die Polizei nahm zwei der Besitzer des Lokals fest. Einer von ihnen habe bei einer ersten Vernehmung bestritten, fahrlässig mit Feuerwerkskörpern umgegangen zu sein, hieß es. Das Feuer habe sich in wenigen Sekunden ausgebreitet, sagte eine Frau. Es habe nur eine Tür gegeben, um herauszukommen. Das sei eindeutig ein Verstoß gegen die Brandschutzbestimmungen gewesen, sagte ein Mann, und das geschehe überall, dagegen werde nichts getan. Wie könne man nur innen ein Feuerwerk veranstalten, fragte eine Frau. Im Kreml forderte Präsident Dmitri Medwedew eine harte Bestrafung der Verantwortlichen. Er ordnete für Montag Staatstrauer an. Aus Moskau machten sich Ärzte und Psychologen mit einer Sondermaschine auf den Weg. Sie brachte auch Gerät zum Transport von Verletzten nach Perm. Mindestens zehn Menschen mit schweren Verbrennungen sollten zur Behandlung nach Moskau gebracht werden.