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Abschied von Victor Jara

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Letzte Ruhe für den chilenischen Gitarristen und Sänger Victor Jara: Mehr als 36 Jahre nach seiner Ermordung durch das Pinochet-Regime ist der kommunistische Volkskünstler beigesetzt worden. Rund 3.000 Menschen, darunter Künstler, Arbeiter und Menschenrechtler erwiesen Jara in Santiago die letzte Ehre.

Seine Tochter sagte bei der Gedenkfeier, seine Überreste würden nun der Erde übergeben, umhüllt von der Liebe seiner Töchter, seiner Frau und den Menschen. Jaras Leichnam war im Juni exhumiert worden, um die genauen Umstände seines Todes zu untersuchen. Er wude von mehr als 40 Kugeln getötet. Chiles Präsidentin Michelle Bachelet erklärte sichtlich bewegt: “Nach 36 Jahren kann Viktor in Frieden ruhen, aber es gibt noch viele andere Familien, die ebenfalls in Frieden ruhen wollen.” Seine Frau, die Britin Joan Jara begleitete ihren Mann auf seinem letzten Weg. Jara hatte den von Augusto Pinochet 1973 gestürzten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende unterstützt. Am Tag des Putsches wurde er vom Militär verschleppt, gefoltert, erschossen und dann heimlich begraben. Jara wurde zum Symbol für die Brutalität der Pinochet-Diktatur.