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Wahlkrise in Rumänien

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Wahlkrise in Rumänien

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Nach der Stichwahl um die Präsidentschaft steuert Rumänien auf eine neue politische Krise zu. Beide Kandidaten beanspruchten kurz nach der Schließung der Wahllokale den Sieg für sich. Die meisten Wahlprognosen sehen den Herausforderer, den Sozialdemokraten Mircea Geoana, vorne. Doch ist der Vorsprung gering: weniger als ein Prozent. Da es sich um Prognosen handelt, sind Fehleinschätzungen von mehreren Prozent möglich.

Geoana wendete sich als erster an sein Anhänger, er plant nun eine sozial-liberale Koalition: “Gemeinsam mit den Liberalen wollen wir die politische Krise beenden! In wenigen Tagen schon werden wir eine Regierung haben, die im Parlament von einer starken Mehrheit unterstützt wird, die ein starkes Programm hat, und die ein klares Projekt verfolgt, um gegen die Wirtschaftskrise zu kämpfen!” Doch nur kurz später trat auch der konservativ-bürgerliche Amtsinhaber Traian Basescu vor seine Anhänger -und auch er ließ keinen Zweifel daran, dass er den Sieg für sich beansprucht: “Diese Wahlsieg haben sie Stimmen der Rumänen errungen. Mehr als 5 Millionen Rumänen haben sich klar für den Weg der Modernisierung entschieden, ein nötiger Weg, um bald Rumänien zum Wohlstand zu führen.” Seit im Oktober die große Koalition auseinander brach ist Rumänien in der Krise. Eine funktionsfähige Regierung aber ist nötig, damit der Internationale Währungsfonds einen dringend benötigten Kredit gewährt.