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Welt blickt auf Kopenhagen

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Welt blickt auf Kopenhagen

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“Hopenhagen” – alle Hoffnungen liegen auf Kopenhagen. Dort beginnt an diesem Montag der zwölftägige Weltklimagipfel. Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen versammeln sich Regierungsvertreter aus 192 Staaten, um über Schritte im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe zu verhandeln. Es geht darum, ein Nachfolgeabkommen des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls zu beschließen.

Der Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, erklärte, es gebe das klare Signal der Weltmächte an einer schnellen Lösung zu arbeiten. Noch nie zuvor in 17 Jahren der Verhandlungen im Klimawandel hätten so viele verschiedene Nationen Versprechungen gemeinsam gemacht. Fast jeden Tag würden Länder neue Ziele oder Pläne zur Verminderung der Emissionen verkünden. Dies sei beispiellos. Ziel ist es, die Zwei-Grad-Grenze nicht zu überschreiten. Doch Experten gehen davon aus, dass auch mit den aktuellen Klimaschutzzielen die Welt auf eine katastrophale Erwärmung um 3,5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts zusteuert. Im Vorfeld des Gipfels kam es zu Demonstrationen in mehreren europäischen Städten. In London gingen 20.000 Menschen auf die Straße. Sie fordern die Teilnehmer der Konferenz dazu auf, zu einer Einigung zu kommen. Auch in Brüssel versammelten sich Tausende. Sie forderten von US-Präsident Barack Obama eindeutige Schritte. Dieser kündigte an, doch noch persönlich zur entscheidenden Schlussphase der Konferenz anzureisen.